Wann ein eigener Mitarbeiter vor Ort notwendig ist – und wann eine
dauerhaft verfügbare operative Struktur wirtschaftlich sinnvoller sein
kann
Ein Expat ist nicht nur ein Mitarbeiter, der für einige Jahre seinen
Arbeitsplatz von Deutschland nach Thailand verlegt. In vielen Fällen
zieht eine ganze Familie um und das Unternehmen trägt einen erheblichen
Teil der entstehenden Kosten.
Zum Gehalt kommen unter anderem Wohnung, internationale Schule,
Versicherungen, Fahrzeug, Heimflüge, Visum, Arbeitserlaubnis, steuerliche
Betreuung sowie die Organisation des Umzugs und der späteren Rückkehr.
Die einzelnen Rechnungen verteilen sich häufig auf unterschiedliche
Abteilungen und Kostenstellen. Das Gehalt läuft über die
Personalabteilung, die Wohnung über die thailändische Gesellschaft, die
Schulgebühren über das Entsendungsbudget und die Flüge erscheinen unter
den Reisekosten. Dadurch sind die tatsächlichen Gesamtkosten des
Arbeitsplatzes nicht immer auf Anhieb erkennbar.
Trotzdem kann eine Entsendung wirtschaftlich vollkommen richtig sein.
Wenn der Mitarbeiter eine große Investition absichert,
unternehmenskritisches Wissen überträgt, einen hohen Wertbeitrag
erwirtschaftet oder täglich vor Ort Entscheidungen treffen muss, können
auch hohe Entsendungskosten gerechtfertigt sein.
Anders sieht es aus, wenn der Mitarbeiter hauptsächlich Lieferanten
kontrolliert, Besprechungen begleitet, Projektstände prüft, Berichte nach
Deutschland übermittelt und zwischen der deutschen Geschäftsführung und
den thailändischen Beteiligten vermittelt.
Dann muss die Frage erlaubt sein: Benötigt das Unternehmen dafür wirklich
einen eigenen deutschen Mitarbeiter mit seiner Familie dauerhaft in
Thailand – oder müssen lediglich bestimmte Aufgaben zuverlässig vor Ort
erledigt werden?
4WT ersetzt keinen Mitarbeiter, den Ihr Unternehmen tatsächlich jeden Tag
in Thailand benötigt. Wir können jedoch einen vorhandenen Expat
unterstützen, die Zeit bis zur Besetzung einer eigenen Position
überbrücken oder klar abgegrenzte technische, organisatorische und
kulturelle Aufgaben vor Ort übernehmen.
Auch ein geeigneter Expat benötigt Anlaufzeit
Ein entsandter Mitarbeiter bringt sein Fachwissen und seine Kenntnisse
über das eigene Unternehmen vom ersten Tag an mit. Das bedeutet jedoch
nicht, dass er vom ersten Tag an auch die Menschen, informellen
Entscheidungswege und tatsächlichen Kommunikationsformen in Thailand
versteht.
Technische Prozesse können erklärt, Organigramme gelesen und
Verantwortlichkeiten dokumentiert werden. Vertrauen, kulturelle
Zusammenhänge und die Bedeutung von Tonfall, Körpersprache oder
unausgesprochenen Reaktionen erschließen sich dagegen erst im täglichen
Umgang mit den Menschen.
Wie lange diese Anpassung dauert, lässt sich nicht seriös mit einer
allgemeingültigen Monatszahl beantworten. Sie hängt unter anderem von der
bisherigen Auslandserfahrung, der persönlichen Offenheit, der Vorbereitung
durch das Unternehmen, der familiären Situation und dem tatsächlichen
Kontakt zu thailändischen Mitarbeitern ab.
Während dieser Anlaufzeit kann der Mitarbeiter fachlich bereits produktiv
arbeiten. Seine Wirkung innerhalb der thailändischen Organisation kann
trotzdem noch eingeschränkt sein. Missverständnisse, Fehleinschätzungen
und unnötige Verzögerungen gehören damit ebenfalls zu den Kosten einer
Entsendung, obwohl sie in keiner Reisekostenabrechnung erscheinen.
Ein Teil der Auslandsaufträge endet außerdem früher als geplant, weil sich
der Mitarbeiter oder seine Familie nicht dauerhaft an die neue
Lebenssituation anpassen kann. Für Thailand liegt dazu keine belastbare
allgemeine Abbruchquote vor.
Kommt es zu einem vorzeitigen Abbruch, entstehen Folgen an beiden
Standorten. In Thailand fehlen plötzlich Ansprechpartner, Wissen und
Entscheidungsfähigkeit. In Deutschland müssen Ersatz, Rückkehr,
Wiedereingliederung und die weitere Projektsteuerung organisiert werden.
Bereits entstandene Umzugs-, Schul-, Wohnungs- und Beratungskosten lassen
sich dadurch nicht zurückholen.
Dieses Risiko spricht nicht grundsätzlich gegen eine Entsendung. Es gehört
jedoch in die wirtschaftliche Bewertung und darf bei der Entscheidung
nicht ausgeblendet werden.
Was kostet eine Mitarbeiterentsendung nach Thailand wirklich?
Eine allgemeingültige Zahl gibt es nicht. Die tatsächlichen Kosten hängen
vom Gehalt, der familiären Situation, dem Wohnort, der gewählten Schule
und den vertraglich zugesagten Leistungen ab.
Die folgende Tabelle ist deshalb weder eine Preisliste noch ein
statistischer Mittelwert. Sie zeigt anhand einer beispielhaften deutschen
Führungskraft mit Ehepartner und einem Kind, welche Kostenpositionen in
einer vollständigen Betrachtung berücksichtigt werden müssen.
Kostenposition
Jährlicher Betrag
Einordnung
Gehalt, Arbeitgeberkosten, Boni und Zulagen
132.000 bis 156.000 Euro
Das Grundgehalt und ein Teil der Arbeitgeberkosten wären auch
bei einer Beschäftigung in Deutschland angefallen.
Wohnung oder Haus in Bangkok
30.000 bis 54.000 Euro
Abhängig von Lage, Größe, Sicherheitsanforderungen und der Nähe
zur internationalen Schule.
Fahrzeug, Versicherung und Wartung
6.000 bis 10.800 Euro
Je nach Fahrzeugklasse, Leasingmodell und privater Nutzung.
Internationale Schule je Kind
18.000 bis 30.000 Euro
Aufnahmegebühren, Schulbus, Verpflegung, Lernmittel und
Zusatzangebote können weitere Kosten verursachen.
Kranken-, Unfall- und Auslandsversicherungen
6.000 bis 14.400 Euro
Abhängig vom Alter, dem Leistungsumfang und der Anzahl der
versicherten Familienmitglieder.
Visum, Arbeitserlaubnis, Payroll und steuerliche Betreuung
3.000 bis 8.000 Euro
Die tatsächlichen Kosten hängen von der Unternehmensstruktur
und der steuerlichen Behandlung in Deutschland und Thailand ab.
Heimflüge für die Familie
4.000 bis 8.000 Euro
Je nach Anzahl der vertraglich zugesagten Reisen und der
Familiengröße.
Unterstützung des Ehepartners und weitere Familienleistungen
0 bis 20.000 Euro
Nicht Bestandteil jeder Entsendungsvereinbarung, bei
Führungskräften jedoch keine ungewöhnliche Leistung.
Jährliche Gesamtkosten bei einem Kind
etwa 199.000 bis 301.000 Euro
Ohne einmalige Umzugs- und Rückkehrkosten sowie ohne mögliche Tax Equalization.
Jährliche Gesamtkosten bei zwei Kindern
etwa 217.000 bis 331.000 Euro
Die zweite Schulgebühr wurde zusätzlich berücksichtigt.
Hinzu kommen einmalige Kosten für Wohnungssuche, Kaution, Umzug,
Containertransport, vorübergehende Unterbringung und die spätere
Rückkehr nach Deutschland. Je nach Entsendungsmodell können dafür
weitere 10.000 bis 30.000 Euro entstehen.
Für eine ehrliche Entscheidung müssen deshalb zwei Zahlen getrennt
betrachtet werden: die gesamten Arbeitgeberkosten des Arbeitsplatzes
in Thailand und die zusätzlichen Kosten, die ausschließlich durch die
Entsendung entstehen.
Erst danach lässt sich beurteilen, welchen messbaren Wertbeitrag der
Mitarbeiter in Thailand erbringen oder welches wirtschaftliche Risiko
er absichern muss, damit sich die Entsendung tatsächlich rechnet.
Die Aufgabe entscheidet – nicht allein der Preis
Die Höhe der Kosten sagt noch nicht, ob eine Entsendung wirtschaftlich
richtig oder falsch ist. Entscheidend ist, welche Aufgabe der Mitarbeiter
in Thailand übernehmen soll und ob er dafür tatsächlich dauerhaft vor Ort
benötigt wird.
Ein eigener Expat kann insbesondere dann die richtige Lösung sein, wenn:
eine neue Produktionsstätte aufgebaut wird und täglich technische, personelle und kaufmännische Entscheidungen getroffen werden müssen;
unternehmenskritisches Wissen aus Deutschland auf eine thailändische Organisation übertragen werden soll;
eine größere Investition abgesichert oder eine problematische Niederlassung stabilisiert werden muss;
der Mitarbeiter über besondere technische oder betriebliche Kenntnisse verfügt, die vor Ort noch nicht vorhanden sind;
ein eigenes lokales Management aufgebaut, eingearbeitet und schrittweise in die Verantwortung überführt werden soll.
In diesen Fällen bezahlt das Unternehmen nicht nur die Arbeitszeit eines
Mitarbeiters. Es bezahlt für internes Wissen, tägliche
Entscheidungsfähigkeit, Verantwortungsübernahme und die direkte Verbindung
zur Zentrale in Deutschland.
Ein zeitlich begrenzter Auftrag verändert die Beziehungen
Ein Auslandseinsatz ist meistens auf einige Jahre begrenzt. Für manche
Mitarbeiter ist er zugleich ein Baustein ihrer weiteren Karriere. Nach
dem Einsatz wird die Rückkehr in das Stammwerk oder der nächste berufliche
Schritt erwartet.
Das ist grundsätzlich legitim. Es beeinflusst jedoch, wie sich der
Mitarbeiter im Zielland einrichtet und wie ihn die örtliche Belegschaft
wahrnimmt.
Wohnanlage, internationale Schule, eigener Fahrer und ein überwiegend
internationaler Bekanntenkreis können einen geschützten Alltag bilden, in
dem nur wenig Kontakt zum Leben außerhalb der Expat-Struktur entsteht.
Das trifft nicht auf jeden entsandten Mitarbeiter zu. Die Möglichkeit
sollte jedoch nicht ignoriert werden.
Auch thailändische Mitarbeiter wissen, dass der ausländische Vorgesetzte
nach einigen Jahren wieder gehen wird. Das kann ihre Bereitschaft
beeinflussen, eine persönliche Bindung aufzubauen, Vertrauen zu entwickeln
oder offen über Probleme zu sprechen.
Besonders kritisch wird es, wenn Anweisungen gegeben, die technischen oder
wirtschaftlichen Hintergründe aber nicht erklärt werden. Nach außen werden
die Vorgaben höflich entgegengenommen. Verbesserungsvorschläge,
Qualitätsprobleme und kritische Informationen können anschließend jedoch
nur noch gefiltert weitergegeben werden.
Die unsichtbaren Folgekosten
Gehalt, Wohnung, Schule und Heimflüge lassen sich berechnen. Schwieriger
zu erkennen sind die Kosten einer gestörten Kommunikation zwischen
ausländischem Management und thailändischer Belegschaft.
Interesse, Respekt, Tonfall und Körpersprache beeinflussen, wie eine
Führungskraft wahrgenommen wird. Zeigt ein Expat kaum Interesse am Land,
an seinen Mitarbeitern und an deren Sichtweise, kann dies als mangelnder
Respekt verstanden werden – auch wenn es vom Mitarbeiter nicht so gemeint
ist.
Der Expat erfährt davon häufig nichts. Die Mitarbeiter bleiben freundlich
und erfüllen ihre formalen Aufgaben. Gleichzeitig können Probleme später
gemeldet, Verbesserungsvorschläge zurückgehalten und Informationen auf dem
Weg zur Geschäftsleitung mehrfach gefiltert werden.
Diese Entwicklung kann auch zur Fluktuation beitragen. Sie ist jedoch
niemals deren einzige Ursache. Gehalt, Arbeitsweg, Arbeitszeiten,
Aufstiegsmöglichkeiten, Führung und die allgemeine Lage auf dem
Arbeitsmarkt müssen ebenfalls berücksichtigt werden.
Jede Kündigung nimmt Erfahrung und Prozesswissen mit. Neue Mitarbeiter
müssen gesucht und eingearbeitet werden. Fehler wiederholen sich,
Qualitätsprobleme bleiben länger unentdeckt und die Produktivität kann
sinken.
Aus einem zunächst unsichtbaren kulturellen Missverständnis entsteht damit
ein messbares wirtschaftliches Problem.
Nicht die Person ersetzen, sondern die Aufgaben richtig aufteilen
Die Alternative zu einem Expat besteht nicht darin, in Thailand einen
einzelnen günstigeren Mitarbeiter mit demselben umfangreichen
Aufgabenkatalog zu suchen.
Zuerst muss geklärt werden, welche Funktionen tatsächlich dauerhaft vor
Ort benötigt werden und welche Entscheidungen beim Auftraggeber in
Deutschland verbleiben müssen.
Vor Ort können unter anderem folgende Aufgaben anfallen:
technische Sachverhalte und vereinbarte Qualitätsanforderungen prüfen;
Lieferanten, Kunden und örtliche Dienstleister koordinieren;
Besprechungen vorbereiten, begleiten und deren Ergebnisse nachverfolgen;
Probleme erkennen und ohne Beschönigung an die verantwortliche Geschäftsführung berichten;
kulturelle Missverständnisse zwischen deutschen und thailändischen Beteiligten erkennen;
Rechtsanwälte, Steuerberater und weitere Fachleute in den Gesamtprozess einbinden;
vereinbarte Maßnahmen vor Ort kontrollieren und dokumentieren.
Für diese Aufgaben werden unterschiedliche Kenntnisse benötigt. Ein
Ingenieur prüft technische Zusammenhänge. Ein Cultural Broker erkennt
soziale und kommunikative Ursachen. Verbindliche rechtliche und
steuerliche Fragen gehören zu den dafür zugelassenen Spezialisten.
Die 4WT-Alternative
4WT stellt keinen einzelnen Ersatz-Expat zur Verfügung. Wir verbinden zwei
Sichtweisen, die bei einer Zusammenarbeit zwischen Deutschland und
Thailand gleichzeitig benötigt werden.
Dipl.-Ing. Uwe Richter betrachtet die technischen, organisatorischen und
wirtschaftlichen Zusammenhänge. Er kennt die Erwartungen deutscher
Unternehmer an Qualität, Termine, Dokumentation und eine direkte
Berichterstattung. Seit 2013 lebt und arbeitet er dauerhaft in Thailand.
Sein Aufenthalt ist weder befristet noch Teil einer Entsendung.
Frau Jamjuree Richter betrachtet die sozialen, sprachlichen und kulturellen
Zusammenhänge. Sie erkennt, wie Anweisungen aufgenommen werden, welche
Informationen aus Höflichkeit zurückgehalten werden und an welcher Stelle
ein scheinbar technisches Problem seine Ursache in der Kommunikation
besitzt.
Beide Sichtweisen werden zusammengeführt. Der Auftraggeber erhält damit
weder nur einen technischen Bericht noch eine kulturelle Erklärung ohne
Bezug zum Geschäft. Er erfährt, welches Problem vorliegt, wodurch es
entstanden ist und welche praktische Änderung erforderlich erscheint.
Strategische und kaufmännische Entscheidungen verbleiben beim
Auftraggeber. Aufgaben, Entscheidungsbefugnisse, Berichtspflichten und
mögliche Vollmachten von 4WT werden vor Beginn der Zusammenarbeit
eindeutig festgelegt.
Wo ein eigener Mitarbeiter täglich benötigt wird, ersetzt 4WT ihn nicht.
Wo jedoch nur ein Teil seiner Aufgaben eine ständige Präsenz erfordert,
kann 4WT eine wirtschaftlich sinnvollere und langfristig stabilere
Struktur bereitstellen.
Welche Lösung passt zu welcher Aufgabe?
Es gibt keine Struktur, die für jedes Unternehmen und jede Phase eines
Thailand-Projektes gleichermaßen geeignet ist. Entscheidend sind
Aufgaben, Entscheidungsbedarf, benötigtes Unternehmenswissen und der
Entwicklungsstand der örtlichen Organisation.
Modell
Stärken
Grenzen
Besonders geeignet
Eigener Expat
Kennt Unternehmen, Produkte und interne Entscheidungswege. Kann
täglich vor Ort handeln und innerhalb der eigenen Organisation
Verantwortung übernehmen.
Hohe feste Kosten, zeitlich begrenzter Einsatz sowie persönliche
und kulturelle Einarbeitung in Thailand.
Aufbau größerer Standorte, tägliche Führungsaufgaben,
Wissenstransfer und Absicherung bedeutender Investitionen.
Eigene thailändische Führungskraft
Dauerhaft vor Ort und mit Sprache, Gesellschaft und örtlichen
Geschäftsabläufen vertraut. Kann langfristig Teil des eigenen
Unternehmens werden.
Muss die deutschen Qualitäts-, Berichts- und
Entscheidungsanforderungen kennenlernen. Auswahl und Einarbeitung
benötigen Zeit.
Dauerhafte thailändische Unternehmen mit ausreichend
Arbeitsumfang für eine eigene Vollzeitposition.
4WT als externe operative Struktur
Technische und kulturelle Kompetenz ist bereits in Thailand
vorhanden. Der Leistungsumfang kann an den tatsächlichen Bedarf
angepasst werden.
4WT ist kein interner disziplinarischer Vorgesetzter. Aufgaben,
Entscheidungsbefugnisse und Berichtspflichten müssen vertraglich
eindeutig geregelt werden.
Markteintritt, Lieferantenprüfung, Projektbegleitung,
Unternehmensvertretung und wiederkehrende Aufgaben ohne Bedarf
für eine eigene Vollzeitstelle.
Zeitlich begrenztes Hybridmodell aus Expat und 4WT
Der Expat konzentriert sich auf unternehmensinternes Wissen und
Entscheidungen. 4WT unterstützt bei Kultur, Kommunikation,
örtlichen Beziehungen und technischen Prüfungen.
Expat- und 4WT-Kosten fallen gleichzeitig an. Das Hybridmodell
ist deshalb häufig die teuerste Lösung. Zuständigkeiten müssen
klar getrennt werden, damit keine parallelen Entscheidungswege
entstehen.
Zeitlich begrenzte Aufbau-, Übergabe- oder Krisenphasen, in denen
beide Ressourcen gleichzeitig benötigt werden.
Die passende Lösung kann sich im Verlauf eines Projektes verändern.
Während des Aufbaus kann vorübergehend ein Hybridmodell notwendig sein.
Später kann eine eigene thailändische Führungskraft die operative
Verantwortung übernehmen und 4WT nur noch für einzelne Aufgaben
hinzuziehen.
Eine Expat-Entsendung ist deshalb keine Entscheidung, die nur mit Ja oder
Nein beantwortet werden kann. Sie ist eine von mehreren Ressourcen, die
zum richtigen Zeitpunkt und für eine klar definierte Aufgabe eingesetzt
werden sollte.
Eine Alternative darf keine neue Abhängigkeit schaffen
Es wäre wirtschaftlich unsinnig, die Abhängigkeit von einem einzelnen
Expat lediglich gegen die Abhängigkeit von einem externen Dienstleister
auszutauschen.
Deshalb beginnt eine Zusammenarbeit mit 4WT nicht mit einer allgemeinen
Vollmacht. Vor Beginn wird eindeutig geregelt:
welche Aufgaben 4WT selbständig ausführen darf;
welche Entscheidungen ausschließlich beim Auftraggeber verbleiben;
bei welchen Abweichungen oder Risiken sofort berichtet werden muss;
welche Informationen regelmäßig an die zuständige Geschäftsführung übermittelt werden;
auf welche Dokumente, Systeme und Ansprechpartner 4WT zugreifen darf;
wie Ergebnisse dokumentiert und später an eigene Mitarbeiter übergeben werden.
Prozesse, Kontakte, Prüfungen und Entscheidungen werden so dokumentiert,
dass der Auftraggeber die Zusammenarbeit erweitern, reduzieren oder in
eine eigene Organisation überführen kann.
Das Ziel besteht nicht darin, 4WT dauerhaft unersetzbar zu machen.
Das Ziel ist eine belastbare Struktur in Thailand, die auch dann
funktioniert, wenn einzelne Personen oder Dienstleister wechseln.
Der wirtschaftliche Vergleich beginnt mit dem tatsächlichen Bedarf
Die Kosten eines Expats und die Vergütung von 4WT lassen sich nicht
allein anhand zweier Jahresbeträge vergleichen. Ein entsandter Mitarbeiter
steht dem Unternehmen grundsätzlich in Vollzeit zur Verfügung. 4WT wird
dagegen für vereinbarte Aufgaben, Einsatztage und einen definierten
Leistungsumfang eingesetzt.
Benötigt das Unternehmen jeden Tag eine Führungskraft mit internem Wissen
und eigener Entscheidungsbefugnis, kann ein Expat oder eine fest
angestellte thailändische Führungskraft die bessere Lösung sein.
Werden dagegen regelmäßig Lieferanten geprüft, Projektstände kontrolliert,
Besprechungen begleitet, Berichte erstellt oder kulturelle und technische
Probleme untersucht, muss dafür nicht zwangsläufig eine vollständige
Führungsposition in Thailand finanziert werden.
Erst wenn Aufgaben, zeitlicher Bedarf, Verantwortung und notwendige
Verfügbarkeit feststehen, ist ein seriöser Kostenvergleich möglich.
Alles andere wäre eine Werberechnung, bei der eine teure Vollzeitstelle
mit einem unvollständig beschriebenen Dienstleistungsangebot verglichen
wird.
Die Team-Tagessätze, monatlichen Kontingente und Abrechnungsmodelle von
4WT finden Sie unter
Module, Leistungen und Preise
.
Der nächste Schritt
Der erste Kontakt ist ein kostenloses Telefonat. Dabei prüfen wir, ob Ihr
Vorhaben grundsätzlich zu 4WT und zu Thailand passen könnte.
Eine rechtliche, steuerliche oder wirtschaftliche Bewertung ist in diesem
Gespräch noch nicht möglich. Dafür benötigen wir zunächst konkrete Angaben
und Unterlagen zu Ihrem Unternehmen und dem geplanten Vorhaben.
Wenn ein weiterer Schritt sinnvoll erscheint, erklären wir Ihnen offen,
welche Informationen benötigt werden, welche Fachleute einbezogen werden
müssen und mit welchem zeitlichen und finanziellen Aufwand zu rechnen ist.